Sehtest - Augen auf im Straßenverkehr

Für den Führerscheinerwerb steht ein Sehtest auf Deinem Programm. Dabei darf ein bestimmter Sehschärfenwert nicht unterschritten werden (außer natürlich mit der dementsprechenden Sehhilfe), damit Du beim Fahren klar siehst und andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdest.

Hierbei geht es nicht nur um Deine eigene Sicherheit im Straßenverkehr, sondern auch der Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer. Jede noch so kleine Blechkiste fährt heutzutage mühelos 100 km/h auf der Landstraße und mehr. Wenn dabei visuelle Probleme Deine Sicht trüben würden, kann das ganz schnell mal eine ernsthafte Bedrohung für Dein Leben und das Leben anderer bedeuten.

Stell Dir nur mal vor, dass du Probleme mit den Augen hast und dich aber trotzdem entscheidest, mit dem Auto zu fahren. Und dann baust du einen Unfall bei dem eine andere Person schwer verletzt wird oder sogar stirbt. Mit solchen Schuldgefühlen sollte niemand umgehen müssen. Daher lassen wir die Augen unserer Fahrschüler sorgfältig testen, um unnötige und leicht vermeidbare Unfälle von Anfang an auszumerzen.

Sehtest oder augenärztliches Gutachten?

In der deutschen Fahrerlaubnisverordnung (§ 12 Abs. 2 FeV) steht: „Bewerber um eine Fahrerlaubnis der Klassen A, A1, A2, B, BE, AM, L oder T haben sich einem Sehtest zu unterziehen.” Wenn Du anschließend eine Sehtest-Bescheinigung bei der Führerscheinstelle vorlegst, die das Erreichen der vorgeschriebenen Mindestsehschärfe (s.u.) bescheinigt, kannst Du den Führerschein machen.

Bewerber für Führerscheine der Klassen C, C1, CE, C1E, D, D1 oder D1E, sowie für den Taxischein, müssen sich vom Augenarzt untersuchen lassen und darüber ein Gutachten vorlegen (§ 12 Abs. 6 FeV). Diese Untersuchung umfasst neben dem Sehtest eine Prüfung des Gesichtsfelds, des räumlichen Sehens, der Augenbeweglichkeit, des Dämmerungssehens, der Blendungsempfindlichkeit und des Farbensehens.